Apps: Wozu kaufen, wenn man sie auch gratis haben kann?

Heute will ich ein Thema ansprechen, das wahrscheinlich schon Dutzende Male durchgekaut wurde. Wozu soll man Apps kaufen, wenn man sie auch gratis haben kann? Um diese Frage zu beantworten, stelle man sich folgende Fragen: Wer ist durch Software-Piraterie betroffen? Wen trifft es am meisten? Was kann ein einzelner machen?

Die Frage wen es am meisten trifft ist ganz klar. Die Software-Entwickler. Den meisten ist es nicht klar, dass hinter einem Programm eine Menge arbeit steckt. Man rechne mit ca. 4 Wochen an Entwicklung, bis die Software ohne bedenken, aber natürlich trotzdem mit unbekannten Bugs, veröffentlicht werden kann. Damit ist es aber noch nicht getan, denn es folgen sogenannte Bug-Reports, wo Nutzer eventuelle Fehler melden. Zum Beispiel das Programm stürzt einfach ab, ein Kosmetikfehler oder so etwas in der Art.

Wenn Ihr 4 Wochen und mehr zuzüglich Fehlerbehebungen in ein Programm investieren würdet, würde es euch dann gefallen, wenn euer Produkt dann kostenlos irgendwo angeboten wird? Diese Apps kosten, vor allem für Smartphones, nicht die Welt. Ich oute mich hier mal: Selbst ich kann mit 10€ monatlichen Taschengeld Apps leisten, wieso also nicht ihr auch?

So war es auch in der App “Update Me” von acquariusoft, welcher auch in TamCores Nightlies implementiert ist, und für problemlose OTA-Updates des CustomROMs sorgt. Mehr macht diese App im Grunde auch nicht, und benötigt 4 Wochen Entwicklungszeit. Nicht zu vergessen, dass fast wöchentlich ein Update veröffentlicht wird, welches Neuerungen mit sich bringt. Dazu kommt noch zusätzlich Support für User, die Probleme bei der Einrichtung o.Ä. haben. An dieser Stelle überhaupt ein Danke an den Entwickler, dass er so eine tolle App, die von vielen genutzt wird, kostenlos bereitstellt und aktiv weiterentwickelt.

Die Rede ist hier von kleineren bis mittleren Apps. Software die weit über 150€ gehen ist hier ausgeschlossen. Dort kann man ruhig mal längere Testphasen einlegen. Wenn man diese aber beruflich nutzt, um Geld zu verdienen, verstößt es meiner Ansicht nach gegen jede ethnische Richtlinie unserer Gesellschaft, wenn man diese “ausborgt”. Beruflich muss so was einfach in die Ausgaben mit einkalkuliert werden.

Was natürlich für Piraterie spricht, ist das Testen von Software. Vor allem bei Smartphone-Apps. Bevor man es sich käuflich erwirbt, sollte man die volle Funktion testen können, um nicht unnötig Geld auszugeben. Denn auch kleine Beträge summieren sich ganz schnell. Viele Entwickler bieten jedoch, Trial-Versionen an oder eine kostenlose Variante der App mit eingeschränkten Funktionen.

Dennoch muss jeder selbst entscheiden, wie er handelt. Ich hoffe ich konnte euch hiermit das Wohl der Entwickler nahelegen.