Mein neuestes Spielzeug: der HP Microserver N40L

Nachdem mir pünktlich zum Jahresbeginn die Storage-Platte meines Laptops abgeraucht ist und ich dadurch 1TB Urlaubsbilder verloren habe (ein Backup gab es zu dem Zeitpunkt keins, da ich einfach zu geizig für eine weitere Festplatte war), habe ich mich nach etwas Überlegung dazu entschieden, mir einen HP Microserver mit ausreichend Kapazität in mein Wohnzimmer zu stellen.

Da ich bekanntlich relativ geizig bin, wollte ich nicht einfach drauf los kaufen, sondern habe mich erst einmal nach einem passendem Modell des Microservers und passenden Festplatten umgeschaut.

Der HP Microserver N40L

Bei den Festplatten habe ich mich dann letztlich für die 2TB große ST2000DM001 von Seagate entschieden, da sie zu dem Zeitpunkt mit 77,11€/Stk einfach das beste Preis-/Leistungsverhältnis bot. Beim Microserver habe ich mich für die N40L Variante mit 2GB DDR3 ECC RAM und einer 250GB Festplatte für 182,95€ entschieden.

Der verbaute RAM trägt ein HP-Label, ist aber der M391B5673GB0-CH9 von Samsung. Bei der mitgelieferten Festplatte handelt es sich um eine VB0250EAVER von Seagate, sie wird von HP-Firmware allerdings als HP-Produkt erkannt.

Da ich den Microserver primär als Backup-, File- und Streamingserver nutze, sind die 2GB RAM mehr als ausreichend. Selten sind mehr als 25% in Verwendung. Auch bei der CPU kam es bis dato zu keinen Engpässen.

Der geöffnete Microserver mit seinen 4 Trays

Im Inneren des Servers werkelt eine AMD Turion II Neo N40L Dual-Core CPU mit 1.5GHz, 1MB L2-Cache und 15W TDP. Für grafische Aufgaben steht eine ATI Radeon HD 4200 als GPU zur Verfügung. Für einen Server mehr als ausreichend, allerdings müssen Monitore via VGA angeschlossen werden, da es weder HDMI, noch DVI gibt. Finde ich persönlich etwas schade.

Aber auch bei den Erweiterungsmöglichkeiten bietet der Server noch genügend Spielraum. Im Inneren hat er zwei PCI-E 2.0 Steckplätze (1x 16x und 1x 1x; beide halbe Bauhöhe), 1 zusätzlichen SATA- und 1 USB 2.0 Port. Außen bietet er 4 USB 2.0 Ports auf der Vorder- und 2 weitere auf der Rückseite, auf der er zudem noch einen eSATA-Port hat.

Hier würde es sich bspw. anbieten, den freien SATA-Port für eine weitere Festplatte zu verwenden, die man im ungenutzten 5.25″ Schacht des Microservers untergebracht hat.

Mainboard des HP Microserver N40L

Zur Lautstärke kann ich bisher nichts Negatives sagen. Der Server steht in meinem Wohnzimmer und man hört ihn nur dann, wenn es wirklich leise ist. Allerdings werde ich bei Gelegenheit ein anderes Netzteil einbauen, da der Lüfter des standardmäßig verbauten DPS-150TB A von DELTA ELECTRONICS durchgehend auf 100% läuft.