/dev/blog von TamCore

made with Linux.

Raspberry Pi Logo

Dienstag, 6. Mai 2014
von Philipp
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Ausgefallene Bastelideen für den Raspberry Pi

In der IT-Bastlerszene ist seit ein paar Jahren immer öfter von einer ganz bestimmten Frucht die Rede, und zwar von einer kleinen Himbeere. Wer sich jetzt wundert und denkt, die einzige Frucht, die im Computerbereich einen Namen hat, sei der Apfel, liegt mit dieser Vermutung falsch, denn der Raspberry Pi, ein Einplatinencomputer in der Größe einer Kreditkarte ist für Bastelfans das A und O. Die Anzahl der verrückten Dinge, die man mit dem kleinen Rechner anfangen kann, ist nahezu unbegrenzt. Wenn man sich nur einmal im Netz umsieht, stößt man auf so viele ausgefallene Ideen, dass einem ganz schnell der Kopf brummt.

Als der Raspberry Pi vor rund zwei Jahren auf den Markt kam (und zum Verkaufsstart ganze Server lahmlegte), gab es ihn lediglich als Modell B mit 256MB RAM, zwei USB-Ports sowie einem 100 Mbit/s RJ45-Port. Mittlerweile wurde das Modell B auf 512MB RAM aufgestockt. Zudem wurde vor geraumer Zeit das Modell A eingeführt, das quasi die Einsteigervariante darstellt und lediglich mit 256MB RAM sowie einem USB-Port daherkommt. Auf einen RJ-45 Port muss man beim Modell A ebenfalls verzichten. Wer sich über die Details der einzelnen Varianten genauer informieren möchte, sollte einmal hier vorbeischauen und danach abwägen, welche Version für ihn am besten in Frage kommt. Indes bietet der Distributor RS Online inzwischen eine ordentliche Auswahl an Bundles bestehend aus Raspberry Pi und Zubehör an.

Die Fangemeinde beider Raspberry Pi Modelle wächst und wächst. Immer mehr tolle und aberwitzige Ideen werden ins Netz gestellt. Unter den Tüftlern ist zum Beispiel Hobbyflieger Dave Akerman, der seinen Raspberry Pi kurzerhand an einem Wetterballon befestigte und diesen in eine Höhe von 40 Kilometern aufsteigen ließ. Der Minirechner schoss eifrig Fotos auf dem Weg, der im Netz als das Projekt Pi in the Sky bekannt wurde, und dokumentierte so seine Reise in luftigen Höhen, denn die Bilder wurden an den Boden zurück übermittelt. Der Raspberry Pi selbst überlebte den Höhenflug leider nicht, aber nun sind ja auch nicht alle Projekte so abgefahren wie dieses. Wer lieber auf dem Boden bleiben möchte, kann noch viele andere Dinge mit der kleinen Himbeere anstellen.

Da wäre unter anderem ein Nutzer, der mit Hilfe des Raspberry Pi sein Garagentor immer dann öffnen und schließen ließ, wenn er dieses gerade brauchte. Das gleiche ist mit anderen elektronischen Geräten möglich, zum Beispiel mit der Mikrowelle. In Kombination mit Siri beispielsweise kann man so manches Gerät herumkommandieren und somit seinen Spaß haben. Oder wie wäre es mit der Umwandlung des Minirechners in eine Art Radio, das mit dem Internet verbunden ist und einem so die eigenen Twitter Nachrichten vorliest? Die Liste der Kuriositäten ist wirklich unschlagbar lang. Im Netz kann man auf so einige gute Ideen kommen, wenn man selber nicht weiß, was man mit dem Raspberry Pi anfangen soll. Das kleine Gerät eignet sich übrigens auch ziemlich gut für Einsteiger, die im Bereich von Computerbasteleien noch keine großen Erfahrungen haben. Aus diesem Grund wurde die Himbeere von ihren Machern überhaupt ins Leben gerufen. Sie bietet eine erschwingliche und überschaubare Möglichkeit, etwas übers Programmieren und Entwickeln zu lernen. Und wer am Ende lieber bastelt, als sein Gerät zu nutzen, kann immer wieder tolle Dinge daraus machen.

profile-cleaner - Thunderbird

Montag, 3. März 2014
von Philipp
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profile-cleaner: Frühjahrsputz für den Browser

Na, auch schon mal gewundert, dass Browser und Mailclient trotz aufräumen immer mehr Speicherplatz fressen? In den meisten Fällen dürfte das daran liegen, dass unter der Haube SQLite verwendet wird und SQLite den Speicherplatz von gelöschten Daten nicht automatisch freigibt. Abhilfe schaffen kann hier (zumindest unter Linux) das Tool profile-cleaner, welches ein Wrapper für die SQLite Befehle vacuum und reindex ist.

Wenn Einträge aus einer SQLite-Datenbank gelöscht werden, bleiben an den betroffenen Stellen “leere” Einträge zurück. Das führt dazu, dass die Datenbank trotz Löschung der eigentlichen Daten nicht kleiner wird. Hier setzen die SQLite-Befehle vacuum und reindex an. Grob gesagt, wird zuerst die komplette Datenbank ohne ihre leeren Einträge neu geschrieben und anschließend der Index neu erstellt.

profile-cleaner - Chromium

Chromium-Profil um 59 MB verkleinert

profile-cleaner - Thunderbird

Thunderbird-Profil um 10 MB verkleinert

sl510_statusled

Mittwoch, 26. Februar 2014
von Philipp
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S2RAM-Probleme bei schlafender Festplatte

Seit geraumer Zeit hatte ich das Problem, dass mein ThinkPad sporadisch nicht korrekt in den S3 Modus (s2ram / suspend) wechseln konnte und sich stattdessen mit blinkender Status-LED aufgehangen hat. Nach einer Menge Trial and Error wurde mir letztlich klar, dass die schlafende HDD das Problem ist.

Ohne mir die Funktionsweise von Linux’ s2ram genauer angeschaut zu haben, gehe ich davon aus, dass der Kernel versucht, den vorhandenen Festplatten die Anweisung zu geben, in den Standby zu wechseln. Da sich die HDD allerdings zu dem Zeitpunkt schon im Standby befindet, scheitert der Versuch und der Kernel verabschiedet sich.

Aber wie kann man das Problem zumindest temporär beheben? Dazu habe ich mir für Systemd einen wirklich simplen Sleep Hook gebaut, der lediglich die Aufgabe hat, die HDD vorübergehend aufzuwecken, damit der Kernel sie korrekt ansprechen kann.

Es wird lediglich überprüft, ob der Hook vor dem Suspend aufgerufen wird und ob das Blockdevice /dev/sdb existiert. Falls dem so ist, wird von einer zufälligen Position auf der Platte 1MB Daten gelesen. Die Position muss zufällig gewählt werden, da man sonst Gefahr laufen könnte, dass sich die abgefragten Daten bereits im Cache befinden und die HDD somit nicht aufgeweckt wird.

$ cat /usr/lib/systemd/system-sleep/sdb_spindown_fix
#!/bin/sh

if [ "$1" = "pre" ] && [ -b /dev/sdb ]; then
  dd if=/dev/sdb of=/dev/null bs=1M count=1 skip=$(( ( RANDOM % 1337 )  + 42 ))
fi

Simpel, oder?

arch-linux-logo

Freitag, 7. Februar 2014
von Philipp
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Systemd: zurück zu richtigen Logfiles

Gott, wie ich Systemd teilweise einfach nur hasse. Versteht denn irgendwer, was sich seine Entwickler dabei gedacht haben, so nen Mist wie nen binäres Journal einzuführen? Hab lang genug versucht mich daran zu gewöhnen, bin gescheitert und schaffe den Mist daher jetzt auf meinen Systemen ab. Viel muss dafür zum Glück nicht geändert werden.

In der /etc/systemd/journald.conf werden lediglich die folgenden Einträge gesetzt.

[Journal]
Storage=none
ForwardToSyslog=yes

Anschließend ein passender Syslogd installiert, aktiviert und gestartet. Sowie der Journald neugestartet.

$ pacman -S syslog-ng
$ systemctl enable syslog-ng
$ systemctl start syslog-ng
$ systemctl restart systemd-journald

Done! Ab sofort ist der Journald arbeitslos

Freitag, 20. Dezember 2013
von Philipp
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Danke, OVH!

Da ich in letzter Zeit irgendwie nur Negatives über OVH lese, muss ich an dieser Stelle auch mal ein paar positive Worte hinterlassen. Heute Vormittag gegen 9:44 hat mein Server nicht mehr auf die Pings des OVH Monitorings reagiert. Um 10:56 bekam ich dann die Info, dass das Mainboard des Servers abgeraucht ist und getauscht wurde.

Bei anderen Hostern muss der Kunde erst laut schreien, bis überhaupt etwas getauscht wird und bei vielen wird dann einfach direkt das ganze System getauscht. Insofern: Danke, OVH! System läuft und Kunde is glücklich

Hier die Details des Eingriffs: 
Motherboard replacement
Date 2013-12-20 09:50:49, xxxx.xxxx made Motherboard
replacement:
 Diagnosis:
HS motherboard

Actions:
Replacing the motherboard.
Updating the MAC address for DHCP.
Server restart.

result:
DHCP OK. Boot OK. Server on login screen. Ping OK, services
started.